Website Performance Trends

Das Internet entwickelt sich mit rasanter Geschwindigkeit. Wichtige Erneuerungen, wie etwa die Einführung von HTTP/2 und neue Kompressionsverfahren begünstigen diesen Trend und bedeuten bessere Website Performance.

Website Performance Meilensteine


HTTP/2

HTTP/2 stellt das zweite größere Versionsupdate des Protokolls HTTP seit HTTP1.1 dar, das vor 15 Jahren eingeführt wurde. Das Protokoll HTTP/2 wurde für die sich ständig verändernde digitale Welt und das Laden von ressourcenintensiveren Internetseiten entwickelt. Zudem macht HTTP/2 „Concatenation“ und Domain-Sharding überflüssig.

Das Team von HttpWatch stellte beim Vergleich von HTTPS, SPDY/3.1 und HTTP/2 um 20 % höhere Geschwindigkeiten fest. Google setzt sich auch für den flächendeckenden Einsatz von HTTPS ein, nicht nur aus Performance-, sondern auch aus Sicherheitsgründen. Daher erhält man auch beim SEO-Ranking einen Vorteil, wenn man unter HTTPS arbeitet.

KeyCDN war einer der ersten CDN-Anbieter, der HTTP/2 lancierte.


QUIC

Nach HTTP/2 gilt QUIC als nächsten grösseren Meilenstein, ein Übertragungsprotokoll, das von Google auf Basis von UDP entwickelt wird. Der Name QUIC steht für „Quick UDP Internet Connection“. HTTP/2 läuft noch über TCP und weist daher im Gegensatz zu QUIC immer noch einen Teil der damit verbundenen Latenzzeit auf.

Google plant, QUIC als IETF-Standard vorzuschlagen, und hat festgestellt, dass drei Viertel aller Anfragen mit QUIC schneller bearbeitet werden und dass auf TCP basierende Websites und auch Medienstreaming davon profitieren werden.


Preconnect

Preconnect erlaubt es dem Browser, frühzeitig Verbindungen aufzubauen, bevor überhaupt eine HTTP-Anfrage an den Server gesendet wird. Verbindungen wie DNS-Lookup, TCP-Handshake und TLS-Verhandlung können schon vorher ausgelöst werden, wodurch bei diesen Verbindungen die Roundtrip-Latenz eliminiert wird, was dem Nutzer Zeit spart.

Durch die Nutzung des neuen Preconnect-Hint ist man in der Lage zu definieren, welche Verbindungen vor dem eigentlichen Informationsabruf aufgebaut werden sollen. Diese Methode ist der älteren Methode vorzuziehen, bei welcher der Browser versucht, automatisch vorherzusagen, bei welchen Websites er Preconnect verwenden soll.


Bilder im WebP Format

Apropos Bildoptimierung: Googles WebP-Format ist 26 % kleiner im Vergleich zu PNGs. Einige große Namen wie Facebook, Google, eBay und Netflix verwenden oder experimentieren bereits mit WebP. Auch das Smashing Magazine hat sich vor kurzem zum Einsatz von WebP auf seiner Website entschieden.

Wenn Sie WordPress verwenden, können Sie unser kostenloses Plugin Cache Enabler zusammen mit Optimus nutzen, um WebP-Bilder bereitzustellen. Cache Enabler ist das erste Plugin für die WordPress-Community, das WebP-Unterstützung ohne Javascript bietet.

Bei unserer Fallstudie über WebP haben wir bei der Seitengröße mit WebP im Vergleich zu JPG eine Reduzierung um 77 % und 27 % im Vergleich zu PNG festgestellt.


Brotli Kompression

Brotli ist ein Open-Source-Kompressionsalgorithmus, der ebenfalls von Google entwickelt wurde. Brotli ist der Nachfolger der "gzip compression". Bei einer kürzlich von Google durchgeführten Kompressionsalgorithmen-Studie erwies sich Brotli als signifikant schneller als Zopfli mit einem Zugewinn von 20–26 % beim Kompressionsverhältnis.

„Wir hoffen, dass Brotli in naher Zukunft von den wichtigen Browsern unterstützt wird, da eine geringere Größe im komprimierten Zustand weitere Vorteile wie niedrigere Kosten für Datennutzung und geringere Akkubelastung für Mobilnutzer hätte.” Zoltan Szabadka

User Experience

Eine schnell ladende Seite mit umfassender Website Performance zu haben ist vielleicht wichtiger, als Sie denken. Hier sind ein paar statistische Befunde zu den Auswirkungen auf Ihren Umsatz und Ihre Conversions.

  • 47% der Verbraucher erwarten, dass eine Internetseite innerhalb von höchstens 2 Sekunden geladen wird.
  • 40% aller Personen verlassen eine Website, wenn es länger als 3 Sekunden dauert, sie zu laden.
  • Eine Verzögerung von 1 Sekunde bei der Ladezeit einer Seite kann zu einem Einbruch der Conversions von 7% führen.
  • Wenn eine eCommerce-Website am Tag einen Umsatz von 100.000 USD erzielt, kann eine Verzögerung von 1 Sekunde der Ladezeit zu Umsatzeinbußen von 2,5 Millionen USD im Jahr führen.
  • Mobilnutzer verlassen eine Website mit einer fünfmal höheren Wahrscheinlichkeit, wenn sie nicht für die mobile Nutzung optimiert ist.
  • Eine Ladezeitverzögerung von 2 Sekunden bei einer Transaktion führt in bis zu 87% der Fälle zum Abbruch der Transaktion. Das ist deutlich mehr als die durchschnittliche Abbruchrate von 70%.
  • 46% der Onlinekäufer geben eine schnelle Zahlungsabwicklung als wichtigsten Faktor an, wenn es darum geht, ob sie die Website in Zukunft noch einmal aufsuchen werden.

Laut Cisco wird 2016 der Datenverkehr von kabellosen und mobilen Geräten den Datenverkehr von kabelgebundenen Geräten übertreffen. 2016 werden 47 % des IP-Datenverkehrs über kabelgebundene Geräte und 53 % über WLAN- und mobile Geräte laufen. 2014 stellten kabelgebundene Geräte mit 54 % noch den größten Teil des IP-Datenverkehrs.

Website Performance Analytics

Website Performance mit KeyCDN.

Website Performance und CDNs

Es hat sich immer wieder bestätigt, dass Content Delivery Networks (CDNs) Ladezeiten verkürzen und so Website Performance optimieren. Laut Market Reports Hub wächst der Content-Delivery-Network-Markt bis 2020 mit einer kumulierten jährlichen Wachstumsrate von 26%.

Und wenn man Cisco Glauben schenken darf, werden CDNs 2019 bereits beinahe zwei Drittel des Internet-Datenverkehrs tragen. 2019 werden 62% des globalen Internet-Datenverkehrs auch über CDNs laufen, während es 2014 noch 39% waren.

Wenn Sie WordPress nutzen, hat KeyCDN jetzt mit CDN Enabler ein kostenloses Plugin für Sie, mit dem Sie unser CDN innerhalb weniger Minuten einrichten können!

Zusammenfassung

Bei den ständigen Veränderungen, denen Website Performance unterworfen ist, und unter den Bedingungen eines Internets, das mehr Datenverkehr umsetzt als je zuvor, sollten Sie sich ein paar Punkte für die Zukunft merken:

  • Wenn Sie Ihre Website noch nicht auf HTTPS migriert haben, sollten Sie jetzt vielleicht darüber nachdenken, die Vorteile des neuen Protokolls HTTP/2 zu nutzen. Außerdem ist QUIC im Kommen.
  • Nutzen Sie neue Browser-Hints wie Preconnect, um die Roundtrip-Latenz zu eliminieren.
  • Entwickler sollten ab jetzt Websites auf Kompatibilität mit neuen Browsern wie Microsoft Edge testen.
  • Bilder, Schriftarten und Videoinhalte sind die drei wichtigsten Dateitypen, die Sie optimieren sollten.
  • Nutzen Sie alternative Kompressionsmethoden wie WebP und Brotli.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Website für Mobilgeräte optimiert ist, sowohl was die Geschwindigkeit als auch die UX angeht.
  • Verwenden sie ein Content Delivery Network, damit Ihre Website schneller lädt.